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ALS RAT
RITUALE UND HILFE IN ZEITEN DER TRAUER
Nach dem Tod eines geliebten Menschen beginnt eine schwere Zeit der Trauer, die oft von Schmerz und Veränderungen geprägt ist. Viele Dinge müssen neu geregelt werden, wodurch die eigene Trauer in den Hintergrund geraten kann. Doch gerade jetzt ist es wichtig, auf die eigenen Gefühle zu achten und sich selbst Zuwendung zu schenken.
Rituale wie Spaziergänge, kreative Tätigkeiten oder das Pflegen der Grabstätte können helfen, den Schmerz zu verarbeiten. Auch das Lesen von Trauerratgebern oder Erfahrungsberichten anderer Betroffener kann Trost und Orientierung bieten.
Die Phase der Trauer ist ein Prozess, der Zeit, Verständnis und Zuwendung benötigt. Deshalb kann der Austausch mit Gleichgesinnten eine große Hilfe sein. Trauercafés, offene Begegnungsräume und angeleitete Trauergruppen bieten eine geschützte Atmosphäre, in der Menschen, die Ähnliches durchleben, sich gegenseitig unterstützen und Kraft geben können. Darüber hinaus stehen erfahrene Trauerbegleiter für Einzelgespräche zur Verfügung. Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe Angebote und kompetente Ansprechpartner.
Einfühlsame Begleitung gibt der Seele Raum, sich zu erholen.
KONDOLENZ: AUFRICHTIGE BEILEIDSWORTE FORMULIEREN
Das Aussprechen von Beileid zeigt Mitgefühl und Respekt gegenüber den Trauernden. Eine Trauerkarte oder ein Kondolenzbrief sind eine schöne Geste. Nehmen Sie sich bewusst einen Moment Zeit, um Ihre Beileidsbekundung zu formulieren. Sie brauchen auch gar nicht viele Worte zu verlieren, halten Sie die Karte ruhig kurz, aber aufrichtig und persönlich. Außerdem sollten Sie die folgenden Punkte beachten:
Einleitung: Beginnen Sie mit einer persönlichen Anrede und bringen Sie Ihre Anteilnahme zum Ausdruck, z. B. „Mit großer Trauer habe ich von deinem Verlust erfahren“.
Persönliche Worte: Schreiben Sie, was Ihnen die verstorbene Person bedeutet hat, oder teilen Sie eine schöne Erinnerung. Dies zeigt Wertschätzung und Verbundenheit.
Gute Wünsche: Formulieren Sie, dass Sie mitfühlen, z. B. „Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit“.
Keine Floskeln: Vermeiden Sie unpersönliche Formulierungen oder Phrasen wie „Die Zeit wird es schon richten“ oder „Er/Sie ist jetzt an einem besseren Ort“.
Abschluss: Beenden Sie Ihre Karte oder den Brief mit einem herzlichen Gruß, z. B. „In stiller Anteilnahme“ oder „Mit tiefem Mitgefühl“.
Schönes Zitat: Manchmal kann ein Spruch oder ein Zitat Ihre Gefühle besser auf den Punkt bringen. Dann können Sie Ihren ausgewählten Trauerspruch gerne einbringen.
WENN SPRACHE TRÖSTET: TRAUERSPRÜCHE
„Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart.“
Stefan Zweig
„Alles Getrennte findet sich wieder.“
Friedrich Hölderlin
„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“
Dietrich Bonhoeffer
„Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genommen werden, er lässt eine leuchtende Spur zurück.“
Thomas Carlyle
„Für diejenigen, welche verbunden sind durch das Band der Liebe, das nie aufhört, gibt es keine Trennung mehr, nicht durch das Leben, nicht durch den Tod.“
Christoph Sigwart
„Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.“
Oscar Wilde
„Am Grunde des Herzens eines jeden Winters liegt ein Frühlingsahnen, und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.“
Khalil Gibran
„Die Erinnerung steht immer dem Herzen zu Diensten.“
Antoine de Rivarol
„Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch.“
Franz Grillparzer